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Besatz der Aufzuchtbäche 2009
Am Samstag 25.April haben wir 7'500 junge Bachforellen in unsere Aufzuchtbäche ausgesetzt. Dabei wurden die Jungfische in aufwändiger Arbeit mit speziellen Besatzgeräten behutsam auf geeignete Bachstrecken verteilt. Verschiedene Bäche in der näheren Umgebung werden von der IG ProRiver als natürliche „Kinderstube“ für unserere Bachforellen in der Wigger genutzt. Diese Bäche werden normalerweise im März-April mit Jungforellen (Länge ca. 3 cm) besetzt, welche dann heranwachsen bis sie schliesslich im Herbst elektrisch abgefischt und als Sömmerlinge (Länge ca. 6-8 cm) in der Wigger ausgesetzt werden. Diese Methode hat den Vorteil, dass die sog. Besatzfische unter natürlichen Umweltbedingungen aufwachsen und so ein den Wildfischen natürliches Fress- und Fluchtverhalten entwickeln. Unter Fischbesatz versteht man das absichtliche Aussetzen einer grösseren Anzahl von Fischen in ein Gewässer. Das Motiv für den Besatz ist in erster Linie der Ausgleich von schlechten Lebensraumbedingungen, welche eine ausreichende Naturverlaichung verhindern. Durch den negative Einfluss des Menschen (Besiedlung, Industrialisierung, Landwirtschaft) funktioniert die natürliche Fortpflanzung der Fische nicht mehr ausreichend, um einen gesunden Bestand zu erhalten. Ein weiteres Problem ist die ungenügende Vernetzung der Gewässer, welche es den Elterntieren entgegen ihrem natürlichen Bedürfnis nicht mehr erlaubt, in die kleinen Seitenbäche aufzusteigen, um dort ihr Laichgeschäft verrichten zu können.
Beim Besatz achten wir darauf, dass die Qualität der Besatzfischen hoch ist und dass die Fische aus einer Zuchtanstalt stammen, wo sie möglichst naturnah aufgezogen wurden. Dies fördert die Entwicklung von wichtigen Verhaltensmustern bezüglich Aggression, Futteraufnahme und Flucht, welche für das Überleben im Gewässer nötig sind. Gute Gewässerkenntnisse, Planung und Erfolgskontrolle sind für einen erfolgreichen Besatz wichtig.
Begleitend zum Besatz analysieren wir den Zustand der Fischpopulation durch regelmässige Bestandeskontrollen. Die Analyse von Wetter, Abflussmenge und Wassertemperatur liefert zudem weitere Daten, mit welchen eine fortwährende Optimierung der Besatzstrategie erreicht werden kann.
Erfahrungsgemäss kann in einem vom Menschen stark beinträchtigten Gewässer wie der Wigger der Fischbestand nicht dauerhaft durch Besatzmassnahmen wiederhergestellt werden.
Die Verbesserung der Wasserqualität, die Erhöhung der Restwassermengen und die Revitalisierung der Lebensräume sind deshalb wichtige Ziele (siehe Link Tätigkeitsberichte), welche wir von der IG ProRiver in enger Zusammenarbeit mit den kantonalen Behörden anstreben, um die Vorausetzungen für einen artenreichen „Lebensraum Wigger“ zu verbessern. •Bericht und Bilder, Matthias Burn•
Kormoran-Schutz am 1. März entfernt
Pünktlich - und notabene so früh wie noch nie - haben wir am 1.März den Kormoran-Schutz entfernt. Dabei handelt es sich um Schnüre, die in den Wintermonaten im Zick-Zack über die Wigger gespannt werden. Sie sollen verhindern, dass der Kormoran, welcher seit einigen Jahren vermehrt in unseren Breitengraden überwintert, im Gewässer landen kann. Kormorane können grosse Schäden am Fischbestand anrichten und sind deswegen bei den Fischereipächtern gefürchtet.
Bei der Schnuremethode handelt es sich (im Gegensatz etwa zum Abschuss) um eine harmlose "Abwehrmethode", welche sich die Tatsache zunutze macht, dass der Kormoran einen flachen Anflugwinkel für die Landung benötigt. Die Schnüre hindern ihn daran. Wir konnten beobachten, dass die Vögel gar nicht erst versuchen zu landen, sodern sogleich abdrehen. Gern gesehene Gäste wie der Graureiher, Wasseramsel oder andere Vertreter der Vogelzunft können jedoch problemlos landen. Wir konnten auch nie beobachten, dass sich Vögel in den Schnüren verheddern, sich dadurch verletzen oder gar verenden.
Leider mussten wir auch feststellen, dass unsere aufwändig gespannten Schnüre an vielen Stellen absichtlich heruntergeschnitten wurden. Schade! Waren es Vandalen? Wir haben den Dialog mit den Vogelschützern und dem Kanton gesucht. Auch wir setzen uns ja mit grossem Engagement für den Schutz und Verbesserung des Lebensraumes "Wigger" ein und nehmen solche Anliegen ernst. Die erarbeitete Lösung sieht vor, künftig nur noch an besonders exponierten Stellen Schnüre zur Kormoran-Abwehr zu setzen. Diese Orte werden kartografiert und dem Kanton gemeldet. Wir erhoffen uns im Gegenzug, dass die Schnüre dort den Winter durch hängen gelassen werden. Das frühest mögliche Entfernen der Schnüre am 1.März ist ein weiteres Zeichen unseres Wohlwollens gegenüber den Anliegen des Vogelschutzes. Lasst und gemeinsam den Lebensraum Wigger verbessern. •Bericht und Bilder, Matthias Burn•
Erfolgskontrolle Bachforellenbesatz 2007 bis 2009
Die Besatzwirtschaft mit Bachforellen aus Aufzuchtbächen
hat lange Tradition. Aber ist das der richtige Weg? Wie hoch sind die Überlebensraten? Gibt es erfolgreiche Naturverlaichung in der Wigger und wie hoch ist deren Anteil am Bestand? Der erhoffte Besatzerfolg ist ein starker Motivator für die Mitglieder der IG ProRiver. Barbe und Alet haben ihren Weg aus der Aare bis zum Aeschwuhr gefunden. Der Bachforelle, soll während 3 Jahren sehr betrachtet werden. Unser Ziel ist ein minimaler Besatz um den Bestand auf aktuellem Niveau halten zu können. Genau deshalb wollen wir wissen, welchen Anteil die Besatzforellen am Bestand haben. Zu diesem Zweck wurden die Wildsömmerlinge aus den Aufzuchtbächen seit 2006 und markiert. Mit einem Elektro-Fanggerät werden alle Fische auf 3 mal 150 m gefangen und anschliessend vermessen und protokolliert. Den Fischen geschieht dabei kein Leid. Sie werden alle am Fangort wieder ausgesetzt. Eine grosse und nicht unproblematische Arbeit. Aber die Mitglieder der IG ProRiver sind nicht „nur Fischer“ sondern auch neugierige Bewirtschafter, denen in der freizeit Weiterbildung und Bestandeserhebung genau so wichtig sind wie ein schöner Fang. Die Resultate der Monitoring werden wie bei vorangegangenen Erhebungen auf unserer Webseite publiziert. Wir danken an dieser Stelle allen Helfern und allen die uns sonst irgendwie unterstützen. •Bericht und Bilder, Robert Burkhard•
Sömmerlinge abfischen 2008
Die im Frühjahr besetzten angefütterten Forellen gediehen prächtig.
Aber die Natur hat dieses Jahr eine harte Selektion getroffen. Der Erfolg in den Gewässern schwankt zwar, ist aber insgesamt nur halb so gross wie letztes Jahr. Die Gründe für die starken Schwankungen sind unklar. Die Temperaturlogger und Kontrollen unter dem Jahr geben noch nicht genügend Anhaltspunkte. Dieses Jahr wurden alle Gewässer an einem Wochenende dürchgeführt. So blockieren wir nicht drei sondern nur ein Wochenende. Die Rückmeldungen waren alle positiv. Wir bedanken uns bei allen Helfern und den Gemeinden, Werkhöfen und allen die uns unterstützen. Die Besatzmassnahmen für die Wigger werden durch ein Monitoring überwacht. Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden in 2 Jahren vorliegen. Eines ist sicher: Die Besatzfische der letzten zwei Jahre sind noch in der Wigger und sind prächtig gewachsen. Die Vario- Wildlinge haben in der Freiheit eine Grösse von bis zu 36 cm erreicht, sie sind also in einem Jahr ca. 12 cm gewachsen. Die Arbeit lohnt sich und die Markierungen geben jetzt schon gute Auskunft über die Zusammensetzung des Bestandes in unserer Wiggerpacht.. •Bericht und Bilder, Robert Burkhard•
Tätigkeitsbericht 2007
Der neue Jahresbericht 2007 ist an alle Interessenten
verschickt. Wer ihn noch nicht hat kann das 19 Seiten starke Werk hier herunterladen Die aktivitäten der Mitwirkenden sind in diesem Bericht mit Bildern und Texten dokumentiert. Wie bisher versuchen wir über dieses Medium auch den Dialog mit anderen Organisationen zu fördern oder in Gang zu bringen. Wir freuen uns über Rückmeldungen oder Anregungen der Leser. Einen überblick ohne Worte finden Sie bei den Bildern 2007. Eine bunte Mischung von Eindrücken aus dem vergangenen Jahr. Bilder 2007 gemischt
Exkursion mit Natur und Landschaftsschutz Zofingen
Die Exkursion unter dem Titel „Hochzeitstanz der Bachforelle“ Sonntag, 9. Dezember 2007 werden wir in guter Erinnerung behalten. Stadtrat Jürg Bachmann konnte eine ahnsehnliche Schar Interessierter begrüssen. An diesem Tag galt die Aufmerksamkeit dem in der öffentlichen Diskussion noch zu wenig beachteten Ökosystem der Wigger. Das Wetter zeigte was es so kann, von Sonnenschein bis Platzregen war alles dabei. Die Exkursionsleiter Susanne Haertel (Biologin), Robert Burkhard und Matthias Burn zeigten die engen Zusammenhänge im Netz Natur am Objekt auf und machten klar wie sensibel einzelne Elemente auf Eingriffe reagieren. Leider konnten wegen des trüben Wassers die Laichenden Bachforellen nicht beobachtet werden. Strukturen, Stauhaltung, Bedeutung der Seitengewässer, naturnahe Strecken und natürlich die Lebewesen im Wasser bildeten den zentralen Inhalt der Veranstaltung. Die
betrachtete Strecke betrug etwa 400 Meter. Anschliessend genoss man Punsch und Chrömli und führten einige interessante Gespräche. Die Vortragenden bei diesem Anlass sind Mitglieder der IG ProRiver.
Erfolgskontrolle Bachforellenbesatz 2007 bis 2009

Die Besatzwirtschaft mit Bachforellen aus Aufzuchtbächen hat bereits Tradition. Aber ist das der richtige Weg? Wie hoch sind die Überlebensraten? Gibt es erfolgreiche Naturverlaichung in der Wigger und wie hoch ist deren Anteil am Bestand? Der erhoffte Besatzerfolg ist ein starker Motivator für die Mitglieder der IG ProRiver. Eins ist jetzt schon sicher: Die Bestände, nicht nur die der Bachforelle, haben sich seit der Katastrophe mit Totalvergiftung am 29. Juni 2003 erholt. Barbe und Alet haben ihren Weg aus der Aare gefunden. Andere Arten haben wir mit Besatz wieder angesiedelt. Der Leitfisch, die Bachforelle, soll nun während 3 Jahren noch genauer betrachtet werden. Unser Ziel ist ein minimaler Besatz um den Bestand auf aktuellem Niveau halten zu können. Genau deshalb wollen wir wissen, welchen Anteil die Besatzforellen am Bestand haben. Zu diesem Zweck wurden die Wildsömmerlinge aus den Aufzuchtbächen 2006 und 2007 markiert. Mit einem Elektro-Fanggerät werden alle Fische auf 150 m gefangen und anschliessend vermessen und protokolliert. Den Fischen geschieht dabei kein Leid. Sie werden alle am Fangort wieder ausgesetzt. Eine grosse und nicht unproblematische Arbeit. Aber die Mitglieder der IG ProRiver sind nicht „nur Fischer“ sondern auch neugierige Bewirtschafter, denen der Einsatz von einem Samstag pro Jahr gerechtfertigt erscheint. Die Resultate werden wie bei vorangegangenen Erhebungen auf unserer Webseite publiziert.
Besatz mit Forellen aus den Aufzuchtbächen 2007
Die im Frühjahr besetzten Forellenlarven gediehen prächtig.
2007 wird uns als das ertragsreichste Jahr bisher in Erinnerung bleiben. Nahezu 50% haben im besten Bach das Alter von 8 Monaten erreicht. Das ist ein sehr gutes Ergebnis. Auf dem Bild ist ein Fangteam bei der Arbeit zu sehen. Es ist schon mühsam, in der besten Zeit der Fischerei an 5 Halbtagen Gerät zu schleppen und den Fischchen mit dem Netz nachzustellen. Aber es lohnt sich, denn nur wer bei den Arbeiten für den "Nachwuchs" mithilft, hat auch ein Anrecht auf die Fischereierlaubnis. Mittlerweile ist aber die Stimmung so gut, dass jeder gerne kommt und seinen Beitrag leistet. Vielen Dank an alle Helfer, alle die uns unterstützt oder verpflegt (und danach gepflegt) haben. Die Besatzmassnahmen für die Wigger werden durch ein Monitoring überwacht. Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden in 3 Jahren vorliegen. Eines ist sicher: Die Besatzfische des letzten Jahres sind noch im Bach und sind prächtig gewachsen. Die Vario- Wildlinge haben in der Freiheit eine Grösse von bis zu 24 cm erreicht, sie sind also in einem Jahr ca. 12 cm gewachsen. Die Arbeit lohnt sich also und die Markierungen geben jetzt schon gute Auskunft über die Zusammensetzung des Bestandes in unserer Wiggerpacht.
Hochwasser 8. August 2007
167 m3/s (Kubikmeter pro Sekunde) Wasser schossen
die Wigger herunter. Das entspricht einem 200-Jährigen Hochwasser. Ein Ereignis, das laut Statistiken alle 200 Jahre eintreffen kann. Eine harte Prüfung, wenn man das 2006-Jahresmittel von 7.22 m3/s betrachtet. Das Hochwasser im August 2005 hatte einen Spitzenwert von 157m3/s. Allgemein ist die Tendenz deutlich steigend. Hier sehen Sie die Statistik bis 2005, den die vom 8. August 2007 reiht sich in die Tendenz wie erwartet ein (Statistik zeigen). Das Streichwehr im Aeschwuhr hielt den Wassermassen nicht stand. Um eine Handbreit wäre das Wasser des Tych auf die Autobahn Bern-Zürich geflossen. Wie gut unsere Fische die Wassermassen überstanden haben wird sich zeigen. In den Naturnahen Bereichen, bildeten sich aber sicher genügend Kehrwasser. Diese ruhigen Stellen bieten den Fischen einen Aufenthalt ohne Gefahr. Gerade Forellen sind standorttreu und verlassen gute Stellen nur ungern. Beim Monitoring im November werden wir erfahren, wie es um die kleinsten steht und ob sie sich halten konnten.
Goldbarbe in der Wigger
Einer der Fischer staunte nicht schlecht, als die Barbe an
seiner Leine an die Oberfläche kam. "Das glaubt mir keiner" war wohl nicht schlecht überlegt... man kennt ja das Latein der Fischer. Kurzehand das Handy gefasst und abgedrückt. Überflüssig zu sagen, dass wir keine Barben entnehmen, und schon garkeine die so schön sind. Eine Laune der Natur: Die Färbung ist eine Pigmentstörung. Der Fisch ist offenbar trotz der auffälliger Farbe nicht im Nachteil. Die Barben der Aare steigen gerne in die Wigger auf und Laichen dort. Seit der verbesserten Wasserführung und der verminderten Kolmatierung ziehen immer mehr Barben bis zur Wehranlage in Zofingen und laichen im weichen Kies der Wigger.
Aufzuchtbäche besetzt
Die kleinen Wiesenbäche in denen wir unseren
Forellennachwuchs für die Wigger aufwachsen lassen sind besetzt. Pro Bach haben wir rund 1'500 schwimmfähige Forellenlarven eingesetzt. Der Dottersack ist aufgebraucht und die Jungfische nehmen bereits Nahrung auf. Diese Praxis unterscheidet sich von der in den letzten Jahren. Bisher haben wir Larven mit Dottersack besetzt und waren mit den Ergebnissen nie so richtig zufrieden. Im September werden wir die Bäche wieder abfischen und die Jungfische in die Wigger umsiedeln, dann werden wir erstmals sehen, ob diese Besatzstrategie für die Aufzuchtbäche erfolgreicher ist. Viel Glück all den kleinen "Sprösslingen"!
Kursbesuch: FIBER Besatz mit Brutboxen
Wer nicht dort war ist selber schuld! Ein wirklich
gelungener Kurs. Der Workshop gliederte sich in einen Theorie- und einen Praxisteil. Es wurden verschiedene Besatzmethoden vorgestellt, wobei der Einsatz von Brutboxen im Mittelpunkt stand. Es wurden die unterschiedlichen Boxentypen vorgestellt, sowie deren Einsatz und die Tauglichkeit aufgezeigt und diskutiert. Über ausgewählte Fallstudien wurde der Einsatz von Cocons mit fischereilich interessanten Kieslaichern veranschaulicht. Im anschliessenden Praxisteil wurde die Anwendung von unterschiedlichen Boxentypen im Gewässer demonstriert. Die Teilnehmer legten selber Hand an. Vielen Dank an die Organisatoren und Referenten. Wir konnten viel profitieren und hatten während dem Kurs einen regen Erfahrungsaustausch in vielerlei Hinsicht.
Neuer Jahresbericht 2006
Der neue Jahresbericht 2006 ist an alle Interessenten
verschickt. Wer ihn noch nicht hat kann das 24 Seiten starke Werk hier herunterladen Die aktivitäten der Mitwirkenden sind in diesem Bericht mit Bildern und Texten dokumentiert.
Bericht Monitoring 2003 bis 2006 in der Wigger
Frau Dr. Susanne Haertel hat die Daten der Monitoring
zusammengtragen und sehr verständlich dargestellt. Lesen Sie den Bericht und sie werden erfahren, wie sich der Bestand seit der Totalvergiftung im Jahr 2003 entwickelt hat. Den Bericht können sie hier herunterladen.
Temperaturdaten erste Ergebnisse
Wir wollen Fakten, keine Vermutungen! Die haben wir nun.
Ob wir damit auch die erhoffte Gewissheit haben, wird sich noch zeigen. Oft werfen neue Erkenntnisse mehr Fragen auf als einem lieb ist. Auf jeden Fall war das Jahr für die Forellen in unserem Abschnitt ein kühles Jahr. Ein maximales Tagesmittel von 20° C als Spitzenwert ist für unsere Salmoniden sicher verkraftbar. Weiteres zu den Temperaturkurven dann im TB 2006 (Erscheint im Januar).
Laichgeschäft im Gange
Das lockere Kies und die verminderte Kolmatierung ist der stark verbesserten Wasserführung
2006 zu verdanken. Unsere Forellen laichen wieder in der Wigger. Auf 500m konnten wir über 10 Laichplätze beobachten. Haben Sie schon mal gesehen wie sich die kleinen Forellen anstrengen um ihren Laich in das Kies zu vergraben? Ein Schauspiel, auch bei schlechtem Wetter. Wir sind jetzt vermehrt mit Regenschutz und Fernglas anzutreffen...
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Die Fischbestände sind seit Jahren rückläufig. Ebenso die Anzahl Fischer. Über Gründe und Auswirkungen sowie über die Rolle der Fischer heute und morgen diskutierten Vertreter des Aarauer Bachvereins, des Aarg. Fischereiverbandes, der EAWAG, der kant. Fischereikommission, des Schweiz. Wasserwirtschaftsverbandes und der Sektion Jagd und Fischerei auf dem Podium und mit dem Publikum. Die Diskussion war sehr interessant und ausgewogen. Alle kennen mehr oder weniger die herrschenden Probleme und Missstände. Studien und Publikationen legen die Defizite dar und bieten zum Teil auch Lösungsansätze. Im Kanton Aargau wird jetzt schon viel umgesetzt um Verbesserungen herbei zu führen. Den Fischern und Naturschützern geht Einiges etwas zu langsam. Der Appell an das Publikum war klar zu hören: Alle Kenntnis nützt nichts, wenn nicht jemand etwas unternimmt. Generalsanierungen und grosse Renaturierungsprojekte werden in naher Zukunft wohl eher ausbleiben. In der Praxis lassen sich daher viele kleine Erfolge erwirken. Kleine überschaubare Projekte sind gefragt. Die Zusammenarbeit der Interessengemeinschaften sollte von Beteiligten mehr gefördert werden. Ein schönes Beispiel für Zusammenarbeit ist das Zustandekommen der Volksinitiative lebendiges Wasser. Um mehr Einfluss zu erlangen müssen wohl auch die Fischer da und dort den Konsens suchen. Gemeinsam mit anderen Organisationen könnten die Fischer oft grössere Erfolge erzielen. Ohne Fischer keine Fische? Doch, in einer intakten Natur schon aber nicht überall im Kanton Aargau! Wer sind die besten Riverwatcher? Die Fischer! Die sind sehr oft am Wasser und sehen Probleme zuerst. Wie viele Umweltsünden wären wohl unentdeckt ohne die Fischer? Besatz zur Förderung des Artenreichtums, vor allem in unterteilten, verbauten Gewässern, kommt bisher vor allem von den Fischern. Heute werden von Anglern auch Arten besetzt, die sich nicht mit der Rute fangen und verwerten lassen.
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| Der Besatz von Gewässern mit Fischen hat eine lange Tradition und ist in der Schweiz weit verbreitet. Wird aber Besatz stets optimal durchgeführt? Werden Besatzziele festgelegt und erreicht? Kann Besatz freilebende Bestände beeinflussen? Wie erfolgreich ist Besatz? Welcher ist der optimale Besatzfisch? |
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Diesen und weiteren Fragen wurde durch die Teilnehmer des Workshops in Vorträgen, Arbeit in Kleingruppen und einer gemeinsamen Abschlussdiskussion nachgegangen. Man versuchte einem Konzept zur optimalen Bewirtschaftung (oder eben "Nichtbewirtschaftung") der Fischgewässer einen Schritt näher zu kommen. Aus unserer Sicht wurde dieses Ziel von sehr vielen Teilnehmern erreicht. Der Workshop war sehr gut organisiert. Die Referenten konnten mit ihren Beiträgen und den Gruppenarbeiten viele Informationen und Anregungen an den Mann und die Frau bringen. Wir konnten bezüglich Besatzstrategie einige interessante Anregungen und Ideen mitnehmen. Vielen Dank an die Organisatoren und die Referenten. Sie haben mit ihrer Arbeit einen grossen Beitrag zu optimalem Besatz geleistet. |
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Fliegenbinden mit Marc Petitjean |
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| Wir danken Arthur Dätwiler für die Einladung zur sensationellen Bindedemonstartion mit Marc Petitjean. Das war ein wirklich gelungener Anlass mit vielen Neuigkeiten rund ums Binden. www.the-flyfishers.ch A. Dätwiler & A. Realini Ausserdorfstrasse 27 CH-5107 Schinznach Dorf Switzerland |
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| Der neue Jahresbericht 2005 ist an alle Interessenten verschickt. Wer ihn noch nicht hat kann das 23 Seiten starke Werk hier herunterladen Die aktivitäten der Mitwirkenden sind in diesem Bericht mit Bildern und Texten dokumentiert | |||||
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